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Story: Fashion Design II Part 5

Ihr Lieben – der Mai war mit Posts eher rar besetzt. Ihr habt nur wenig von mir gehört, aber leider hatte ich einfach keine Zeit mich auf den Blog zu konzentrieren. Diejenigen unter Euch, die mir auf Snapchat folgen (Name: ohlalalea.com), wissen, dass ich für einige Zeit in Berlin war, um meine Vorstellungsgespräche über die Bühne zu bringen. Mit Erfolg! Ab August werde ich in Berlin leben.

Aber der Reihe nach. In diesem Post möchte ich Euch, meine Erfahrungen über das komplette Bewerbungsverfahren in der Modebranche mitteilen. Meine Eindrücke über die Modewelt, die Gehälter und natürlich über Berlin – Deutschlands Modemetropole.

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BEWERBUNGEN SCHREIBEN – HOW TO

Damit fängt eigentlich alles an. Nach dem Abschluss erstellst Du Deine Bewerbungsmappe. Hier gibt es den formalen und den kreativen Part. Die formalen Bewerbungsschreiben umfassen Deinen LEBENSLAUF und Dein MOTIVATIONSSCHREIBEN, sowie alle ZEUGNISSE und PRAKTIKABESCHEINIGUNGEN.

Ich habe alle wichtigen Unterlagen gesammelt und meinen Lebenslauf geschrieben. Das geht relativ schnell, schließlich muss man hier nur seinen Werdegang und Fertigkeiten nennen – wichtig ist, dass man wirklich alles was wichtig ist, aufzählt. Das Motivationsschreiben ist eine andere Hausnummer.

Ich habe innerhalb von 2 Stunden ein Motivationsschreiben verfasst und war damit erstmal völlig zufrieden – bis mir mein Freund gesagt hat, dass das, was ich da geschrieben habe, eigentlich ziemlich scheiße ist – und leider hatte er Recht. Ich habe das Schreiben viel zu allgemein gehalten und mich nicht aufs Unternehmen bezogen – völlig falsch! Bei 20 Bewerbungen aber auch ziemlich anstrengend.

Ich habe also neu angefangen. Step bei Step

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1.

Sucht Euch die Unternehmen im Vorhinein aus, bei denen Ihr Euch bewerben wollt (am besten Ihr erstellt eine Liste).

2.

Ihr bereitet alle Bewerbungsschreiben vor und bezieht Euch in einem Absatz speziell auf das Unternehmen. Bei mir sah das in etwa so aus: ich habe mich vorgestellt und etwas zu meiner Person gesagt (der erste Absatz ist besonders wichtig – hier müsst Ihr es schaffen, dass man auf Euch aufmerksam wird). Im zweiten Absatz habe ich mein Projekt, den Blog ohlalalea vorgestellt. Der dritte Absatz bezieht sich dann auf das Unternehmen. Hier habe ich geschrieben, warum ich genau dort arbeiten möchte und was mich so begeistert. Im vierten und letzten Absatz habe ich beschrieben, warum genau ich perfekt passe. Hier ist es wichtig, dass Du noch einmal Deine Skills nennst und warum Du Dich von anderen Bewerbern abhebst.

Ich habe mir also eine Art Vorlage geschaffen und immer nur den Part des jeweiligen Unternehmens ersetzt. So spart Ihr Zeit!

3.

Als nächstes setzt Ihr das Layout. Wenn Ihr in der Kreativbranche arbeiten wollt, solltet Ihr ein kreatives und spannendes Layout haben – Ihr bewerbt Euch ja schließlich nicht bei der Bank! Klar ist, dass das Layout nicht vom Wesentlichen ablenken darf, es sollte clean und schlicht sein, dennoch muss es interessant und anschaulich gestaltet sein. Wenn Ihr Zeit und Lust habt, könnt Ihr Euch natürlich auch hier auf das jeweilige Unternehmen beziehen (z.B.: farblich).

4.

Wie schon erwähnt, gibt es neben dem formellen Bewerbungsteil auch die kreative Seite. Bewerbt Ihr Euch als Modedesigner, sind das die DESIGNMAPPE mit all Euren Entwürfen und das LOOKBOOK, das die fertig umgesetzte & abfotografierte Kollektion enthält. Ich habe mir bei der Designmappe und dem Lookbook wahnsinnig viel Mühe gegeben, da sie sozusagen Euer Aushängeschild sind. Sie zeigen das, was Ihr könnt: Moodboard, Kollektionskonzept, Farb- & Materialkarte, Skizzen, Zeichnungen, technische Ausarbeitungen etc. …

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5.

Seid Ihr fertig mit den Bewerbungen folgt ein letzter wichtiger Schritt: Ihr sucht Euch alle Telefonnummern und Emailadressen der jeweiligen Unternehmen heraus. Und dann heißt es telefonieren! Ich habe jedes Unternehmen persönlich angerufen, um mich kurz persönlich vorzustellen, damit das Unternehmen (kurz bevor es meine Bewerbungsunterlagen erhält) einen ersten Eindruck von mir bekommt. Außerdem könnt Ihr Euch dann in Eurer Bewerbung auf das Telefonat beziehen.

Am besten Ihr macht ein kleines „Test-Telefonat“ bei einem Unternehmen, bei dem Ihr Euch nicht bewerben wollt. So bekommt Ihr einen Eindruck vom Ablauf des Telefonates und seid nicht mehr so aufgeregt. Mir hat das sehr geholfen.

6.

Ca. 2 Tage später schickt Ihr Eure Bewerbungen ab. Und dann heißt es warten und Daumen drücken!

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BERLIN – DIE VORSTELLUNGSGESPRÄCHE

Um ganz offen und ehrlich zu sein, hatte ich nie vor nach Berlin zu gehen. Es liegt nicht an der Stadt – ich liebe Berlin, Berlin ist toll! Allerdings auch sehr überlaufen. Jeder aus der Modebranche möchte dort hin, jeder ist dort. Und  es ist unheimlich schwer, dort Fuß zu fassen unter all den Talenten. Als ich dann aber feststellte, dass man die besten beruflichen Aussichten nunmal doch nur in einer großen Stadt hat, gingen meine Bewerbungen letzten Endes nach Berlin und Hamburg.

Mein erstes Vorstellungsgespräch hatte ich bei einem sehr bekannten Bridal Couture Label. Ich durfte Probearbeiten und bekam dadurch einen ersten Eindruck vom Team. Danach hatte ich dann das Vorstellungsgespräch bei der Designerin höchstpersönlich.

Jedem der mich fragt, wie es war, antworte ich: „Ernüchternd.“

Traurig aber war – wer mit der Vorstellung, ein festes Gehalt in der Modebranche gleich zu Anfang zu bekommen nach Berlin geht, wird bitter enttäuscht. Sicher gibt es Ausnahmen, aber der Regelfall sieht anders aus.

Trotz meiner Praktikazeugnisse und den Erfahrungen als Bloggerin, wurden mir hauptsächlich Orientierungspraktika angeboten, da ich noch keine richtige Berufserfahrung habe. Ich wurde also ins kalte Wasser geschmissen und musste komplett umdenken.

Ich bin nach meinem Bauchgefühl gegangen und letztendlich muss ich sagen, dass man anfangs einfach in den sauren Apfel beißen muss. So gut wie jeder will in der Modebranche arbeiten. Es gibt quasi einen Überfluss an Menschen, die ein Praktikum auch ohne Vergütung annehmen und genau das ist der Grund, warum die Unternehmen unbezahlte Praktika anbieten (und auch besetzen)!

Ich will die Modebranche in keinem Fall schlecht reden – jeder der dort arbeiten will, weiß, dass es ein hartes Pflaster ist und dass es sich nicht ändern lässt. Fertig aus! Die Welt der Mode ist nach wie vor der Bereich, in dem ich arbeiten möchte.

AB AUGUST 2016 …

Ab August werde ich ein 3-monatiges Orientierungspraktikum, mit anschließender Volontariatsstelle  bei einer PR-Agentur in Berlin absolvieren. Mein Gehalt während des Praktikums ist mies, aber wie schon erwähnt: Irgendwie muss man einen Fuß in die Tür bekommen.

Bei dem Vorstellungsgespräch hatte die ganze Zeit über ein gutes Bauchgefühl. Das Team schien nett zu sein, die Räumlichkeiten waren super, die Atmosphäre war toll. Für mich hat alles gepasst. Ich habe also beschlossen, nicht mehr nach dem Gehalt zu entscheiden, ob der Job der Richtige ist (was sowieso schwer gewesen wäre), sondern nach meinem Bauchgefühl. Und das ist ein Tipp den ich Euch wirklich an´s Herz legen möchte, denn keiner hat dauerhaft Spaß an einem Job, nur weil man gut Kohle macht.

Berlin ist unglaublich toll und ich freue mich darauf, dort den Sommer verbringen zu können, neue Menschen kennen zu lernen und mein Hobby nun letztendlich zum Beruf zu machen.

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2 Comments

  • Reply
    Eva
    Juni 1, 2016 at 6:06 pm

    Ich kann die nur Recht geben, die Modebranche ist ein hartes und unfaires Pflaster, besonders für Beginner ohne Vitamin B. Ich musste mich auch 6 Monate in einem unbezahlten Prakikum durchkämpfen um einen Fuß in die Branche setzten zu können, doch es hat sich am Ende gelohnt. Ich könnte immer laut loslachen wenn ich höre „Die Modebranche beuten die armen Menschen in Bangladesch aus, die bekommen nur wenige Cents am Tag!“ dabei gibt es viel zu viele Praktikanten in Berlin, London und Paris die ÜBERHAUPT nichts verdienen…. traurige Wahrheit…

  • Reply
    FAIRY TALE GONE REALISTIC
    Juni 2, 2016 at 12:04 pm

    Ja, die Modebranche ist hart, aber es ist auch das Ziel vieler, in der Mode zu arbeiten.
    Mit anderen Worten: Die Konkurrenz ist hart!
    Aber: Wenn man etwas schaffen will und bereit ist, dafür zu arbeiten, stehen die Chancen gut!
    Mit einem Praktikum und einem Volo hast du sicher schon mal einen guten Start.
    Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg!
    Liebe Grüße
    Susi

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