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fashion lifestyle

MAKASSAR – das winterwunderland

Ich war im Winterwunderland! Genau so fühlt man sich, wenn man den Conceptstore MAKASSAR betritt. Ich habe die Tür geöffnet und mir strömte der Duft von frischen Lebkuchen in die Nase. Um die 200 Stück riesengroße braungebackene Herzen, Schaukelpferde und Sterne hängen im Laden an grünen Bändern liebevoll verteilt. Dazu ein glänzendes Lichtermeer aus Lichterketten. Ich glaube, ich stand erstmal einen Moment lang mit offenem Mund in der Eingangstür..

Margit Carell, die Inhaberin des MAKASSAR, begrüßte mich herzlich. Wir hatten einige Tage zuvor, fleißig Emails hin und her geschickt – ich hatte sie und ihre „Familie“, wie sie ihre Freunde liebevoll nennt, um ein Interview und eine Kooperation mit ohlalalea gebeten. Ein paar Tage später standen wir nun hier. In einem Geschäft, in dem man sofort eine Art „Zuhause-Gefühl“ bekommt.

Das Makassar gibt es seit 1993 – zuvor war es ein reiner Modeladen, damals noch in der Fressgasse. Nach 5 Jahren hatte sie von der „puren Klamotte“ genug und konzipierte das MAKASSAR mit ihrem guten Freund Jürgen neu. Von nun an gab es neben der Mode, auch Interior, Accessoires und Blumen, viele ausgesuchte Dekoartikel, sowie Beautyprodukte. Ein Rundum-Sorglos-Paket sozusagen. Und mit genau dieser Auswahl an Produkten war etwas Neues geschaffen worden: Mannheims 1. Conceptstore! Ein Conceptstore, bevor es den Begriff an sich überhaupt gab. „Es ist nicht allein damit getan, auf Messen zu gehen und Neues einzukaufen. Das Makassar lebt durch die Zusammenstellung, die Atmosphäre, die Geschichten hinter den Produkten. Das Glück, die richtigen Menschen zu treffen, gehört eben auch dazu.“

Lea: „Wie kommt man auf den außergewöhnlichen Namen MAKASSAR und was bedeutet er?“

Margit: „Makassar ist die Hauptstadt der indonesischen  Insel Sulawesi und liegt an deren süwestlicher Küste. Der Name sollte unsere Liebe zu Indonesien, das Land und die Menschen widergeben.“

Das merkt mach auch an den Produkten.

Dass Margit und Jürgen eine Leidenschaft auch für die Handwerkskunst Indonesiens entwickelt haben, ist zu spüren. Hier und da liegt ein hochwertiger Bildband über Land und Menschen, im deckenhohen Holzregal  findet man Ikatwebereien aus Sumba und unterschiedlichste Körbe aus Lombok.

Lea: „Wie ist die Qualität eurer Produkte? Worauf achtet Ihr bei eurer Produktauswahl?“

Margit: „Leider liessen sich Originale in Indonesien nur noch selten finden. In vielen Bereichen gab es nur noch schlechte Kopien. Im Laufe der Jahre „wanderten“ wir zurück nach Europa und da hauptsächlich nach Italien, Frankreich und Portugal.

Und in den letzten Jahren kam Marokko als Einkaufsland dazu. Bis heute achten wir darauf, möglichst handgefertigte, in kleinen Betrieben hergestellte Dinge einzukaufen und zu  vielen Herstellern haben wir persönliche Kontakte. Natürlich suchen wir auch auf Messen in Paris und Mailand nach Ideen, wichtig sind uns auch da Herkunft und Verarbeitung.“

Es ist durchweg eine Mischung. Eine geordnete Mischung aus Einzelteilen, Raritäten und kleinen Serien. So hängt z.B. jede Saison ein Teil der aktuellen Schumacher Kollektion im Geschäft, was fast schon selbstverständlich ist, da die beiden eine sehr lange Freundschaft verbindet (fast 25 Jahre) und es eben die Mannheimer Marke ist. Daneben ein qualitativ hochwertiger Mantel, von einem eher unbekanntem Label. Eben der perfekte Mix aus „Kenn ich“ und „Kenn ich nicht, ist aber trotzdem schön“. Es gibt Highendfashion, “ – modische Knaller“ nennt Margit sie gerne – und qualitativ hochwertige Casual Mode.

Um die Verbindung zwischen Geschäft und Familie zu verstehen, frage ich nach eben dieser „familiären Bindung in den Unternehmen und wie alles angefangen hat.

Margit: „Angefangen hat alles mit dem Blumenladen von Jürgen, der sozusagen die absolute Quelle ist und den es schon seit 33 Jahren gibt. Das Makassar kam dann als 2. Unternehmen dazu. Danach wurden die Räumlichkeiten des heutigen Café Flo frei..“

Margit und Jürgen eröffneten also ein kleines gemütliches Café im französischen Stil direkt am Wasserturm. Geleitet wird das Café Flo von Sven einem weiteren Familienmitglied der Bande. Zusammen mit Thorsten  – ein weiterer Freund – eröffnete Jürgen das Lido in der Seckenheimer Straße – damit war die „Familie“ komplett. Vor 2 1/2 Jahren wurde der alte Getreidespeicher am Hafen in Mannheim frei – die Idee für ein Hotel entstand, der Speicher 7.  Geleitet wird der Speicher ebenfalls von Thorsten.

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Die Frage nach einem Interior-Designer oder einem Konzept-Planer ist kurz.

Margit: “ Gibt es nicht. In keinem der Läden. Das ist alles „home-made“! „

Als das Interview beendet ist und ich das Makassar (mit viel Lebkuchenduft in der Nase) verlasse, fühle ich mich sehr wohl. Der Laden strahlt eine unglaubliche Wärme und Freundlichkeit aus – genau wie all seine Besitzer. Ich bin inspiriert von Menschen die eine Freundschaft und 5 Unternehmen gleichzeitig führen. Ich bin verliebt in all die schönen Dinge und habe das Gefühl meinen Kleiderschrank etwas aufzupeppen und meine Wohnung neu einzurichten und zu dekorieren. Eben Inspiration pur!

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